Neurodermitis – ein genetisches Laster

Mehr als 3,6 Mio. Menschen leiden an dieser atopischen Hauterkrankung. Atopisch heißt, dass es eine genetische Veranlagung zu dieser Erkrankung gibt. Es handelt sich um ein chronisch entzündliches Geschehen, welches in Schüben auftritt und eine starke allergische Immunreaktion hervorruft.

Bild von chezbeate auf Pixabay

Wodurch entsteht eine Neurodermitis?


Die Ursache ist leider unbekannt – man weiß bisher nur, dass diese vererblich ist und auf Grund einer schwachen Hautbarriere entsteht.
Wie wir bereits bei dem Artikel über Psoriasis geschrieben, entwickeln sich Hautzellen in den tieferen Hautschichten und arbeiten sich nach und nach an die Oberfläche, wo sie die schützende feuchte Hornhaut bilden.
Unsere Haut ist nicht nur dazu da, um unseren Körper zusammenzuhalten und Feuchtigkeit zu speichern, sondern sie schützt uns auch vor Eindringlingen, die nicht in unseren Körper gehören.
Dies funktioniert auch bei gesunden Menschen sehr gut. Durch das sauere Schutzmillieu unserer Haut, werden Viren, Bakterien und Pilze erfolgreich in Schach gehalten. Dafür sorgen unsere Schweiß – und Talgdrüsen. Außerdem sorgt unsere Haut auch dafür, dass wir genügend Wärme speichern.

Liegt nun eine Bildungsstörung der oberen Hautschicht vor, wird diese porös und undicht.
Von außen können nun Stoffe in die Haut eindringen. Normalerweise auch kein Problem für unseren Körper, die Eindringlinge erfolgreich zu bekämpfen , aber nicht, wenn es eine veranlagte Hautbildungsstörung gibt.

Der Körper versucht nun, mit einer übermässigen Reaktion, die Eindringlinge zu bekämpfen und ruft sogenannte Entzündungsmediatoren hervor. Gleichzeitig bildet unser Körper sogenannte allergene Antikörper, die IgE’s.

Sobald dann ein weiterer Kontakt mit dem Fremdstoff erfolgt, werden die IgE’s auf den Plan gerufen und über die Entzündungsparameter erfolgt ein Angriff.
Dies führt leider dazu, dass es an den betroffenen Hautstellen zu Entzündungen kommt und zu dem noch Histamin ausgeschüttet wird, welches den Juckreiz verstärkt. Es bilden sich stark schuppende und juckende Schüppchen, die für den Betroffenen zu extremer Belastung wird.

Die typischen Stellen für Neurodermitis sind:
– Ellenbeuge
– Kniekehle
– Hände
– Nacken
– Füsse

Bei Kindern können zudem noch die kompletten Arme und Beine und auch der Kopf betroffen sein.

Was sind die Auslöser?

Das ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Meistens sind es jedoch:

– künstliche Duft – und Pflegeprodukte
– Kosmetika mit Konservierungsstoffen
– faserige Kleidung aus Wolle und Synthetik
– Pflanzenpollen, Pflanzenbestandteile
– Tierhaare
– Bakterien, Pilze und Viren
– Leaky Gut im Darm
– u.v.m.

Bei Kontakt entsteht eine Rötung mit starkem Juckreiz. Der Betroffene fängt an sich zu Kratzen, welches die Entzündung nur noch mehr verstärkt.
Oft werden cortisonhaltige Salben verschrieben, die meist eine Linderung verschaffen.

Die meisten Neurodermitis Patienten haben oft noch weitere allergische Erkrankungen wie allergisches Asthma oder auch Heuschnupfen.

In einem Anamnesegespräch erötern wir Therapeuten wann und in welcher Form die Schübe auftreten.
Oftmals gilt es hier, das Immunsystem zu unterstützen. Dazu Bedarf es in einigen Fällen auch weitere Labor – Untersuchungen z.b. Stuhluntersuchung etc.

Habt Ihr auch Neurodermitis? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

Eure Tuna

http://www.naturheilpraxis-schidlack.de


Buscherbahn 22
41836 Hückelhoven
Telefon 02433 – 44 44 271

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